Mein Yoga-Unterricht, wurzelnd in der Tradition des Iyengar Yoga, ist kraftvoll, stabilisierend, mobilisierend, präzise, dynamisch, kreativ, entspannend, ausgleichend und meditativ, mit kleinen Einblicken in Yogaphilosophie, Energiearbeit, Anatomie, Stressprophylaxe sowie Psychoneurophysiologie. Unser Medium sind Körper und Atem. Uraltes yogisches Wissen besagt: Jede Veränderung, die auf der Körperebene und durch den Atem geschieht, wirkt auf unser emotionales Fühlen, unsere mentale Geisteshaltung, unser Energiesystem und steht in Verbindung mit unserer Seele. Kleine Gruppen ermöglichen Raum für persönlichen Austausch, Feedback und Fragen.
Action arises out of the alignment with what is.
Ein Einblick in eine Unterrichtseinheit: Nach einer Achtsamkeitsatemübung im Liegen oder Sitzen mobilisieren wir zunächst unseren Körper. Anschließend praktizieren wir aufeinander abgestimmte Körperhaltungen (Asanas) im Stehen, Sitzen, Liegen oder in der Umkehrung. Die Wahrnehmung von Körper und Atem sowie das Spüren der eigenen Vitaltität im Energiefluss (Prana) stehen dabei im Vordergrund. Darauf bauen sich wache und bewusste Bewegung, präzise Ausrichtung in der Körperhaltung sowie ein achtsames Wahrnehmen und Reflektieren unserer geistigen Haltungen auf. Dies praktizieren wir mal im achtsamen und konzentrierten Verweilen in einer Asana als auch im harmonischen meditativen Fluss verbundener Sequenzen (z.B. Sonnengruß, Mondgruß, Tanz der Wirbelsäule, Heldinnen-Sequenz etc.). Gelegentliche Partnerübungen mit dem Fokus auf Vertrauen, Kontakt, Leichtigkeit und Freude ergänzen die Übungspraxis. Regenerative, passive und lange gehaltene Asanas ermöglichen ein tiefes Loslassen im Fasziengewebe unseres Körpers (siehe Yin Yoga). Das Nervensystem entspannt sich, Blockaden können sich lösen und die Energie kann wieder freier fließen. Oft fühlen wir uns schon nach kurzer Übungspraxis erholt und erfrischt. Die Bewusstseinshaltung Savasana oder Yoga Nidra führen unser Körper-Geist-System sanft in einen erholsamen Ausklang der Stunde. Wir beenden den Unterricht mit einer leichten Atem- oder Meditationspraxis.
Das "höhere Ziel" im Yoga ist gleichzeitig auch der regelmäßige Übungsweg: Die Verbindung von Körper, Seele und Geist. Dies bedeutet, während der eigenen Yogapraxis immer tiefer durch Wahrnehmung und unmittelbare Erfahrung in die Essenzen von Entspannung, Kraft, Freiheit, Verbundenheit, Freude und Ganzheit einzutauchen. Ein entspannter Körper und ein gelassener Geist ermöglichen uns, Ruhe, Kraft und Balance aus der eigenen Mitte zu finden, einhergehend mit der Erfahrung von Ruhe und Stille. Einen Geschmack davon erhalten selbst Anfänger meist schon nach den ersten Übungsstunden.

In den Anfängergruppen liegt der Fokus auf dem Vertrautwerden mit leichten bis gemäßigt anspruchsvollen Körperhaltungen und Bewegungsabläufen. Dabei gehen wir in bewussten Kontakt mit dem natürlichen Atem. Wir erfahren den beruhigenden oder aktivierenden Einfluss des Atems auf unser Nervensystem und lernen, wie wir über einfache Körper- und Atemübungen unsere Zellen entgiften, entschlacken und erneuern können. Die konzentrative Ausrichtung (Alignment) auf ein Asana sowie auf das bewusste Anspannen und Entspannen (Kraft und Hingabe) unserer Muskulatur stehen im Mittelpunkt des Unterrichts. Einfache Visualisierungstechniken verstärken die energetischen Wirkungen der Asanas. Ziel des Kurses ist, im Umgang mit dem eigenen Körper Vertrauen und Sicherheit zu entwickeln, uns der eigenen Spannungsmuster gewahr zu werden und Loslassen zu ermöglichen.
In fortgeschrittenen Gruppen arbeiten wir auch mit komplexeren Asanas und Atemübungen. Die Bewegungsabläufe werden sicherer, fließender und selbständiger. Wir lenken achtsam unsere Aufmerksamkeit auf verschiedene Körperbereiche und spüren, wo Druck, Schmerz oder Blockaden den freien Energiefluss verhindern. Wir richten den Fokus auf die Bereiche, die sich weit, frei und offen anfühlen und entspannen bzw. stabilisieren unser Body-Mind-System indem wir uns auf den Atem ausrichten und diesen bewusst lenken (Pranayama). In aufmerksamer Selbstbeobachtung erkennen wir die Wechselwirkung von Gefühlen und Geisteshaltungen auf unsere Körperhaltung bzw. wie der eigene Körperausdruck unser Denken und Fühlen beeinflusst. So nähern wir uns in kleinen Schritten einem weiteren - dem im klassischen Yoga wichtigsten Ziel - der Selbsterforschung und Selbsterkenntnis.
In allen Kursen beschäftigen wir uns immer wieder auch praktisch und theoretisch Stressentstehung und -prophylaxe.
Es werden bei Bedarf Hilfsmittel zur Unterstützung der Asanas eingesetzt, wie z.B. Gurte, Blöcke, Bolster, Schaumstoffplatten, Decken, Stühle usw. Somit kann jeder, unabhängig von Alter, Beweglichkeit und Übungsstand die heilsamen Wirkungen der Asanas erfahren.
Ich bevorzuge kleinere Gruppen, da somit die Möglichkeit zu persönlichem Feedback, individueller Korrektur in den Asanas und Austausch am ehesten gegeben ist. In meinen Kursen ist Zeit und Raum für Fragen, Selbsterforschung und Miteinander-Sein in Stille.